Schulgarten
| Wir verstehen den
gesamten Grünbereich unserer Schule als Schulgarten. Die
Arbeit ist klassen- und fächerverbindend angelegt. Die
Schüler sollen hier die Möglichkeit bekommen, mit
allen Sinnen oder – wie es der Schweizer Pädagoge
Pestalozzi formulierte- mit Kopf, Herz und Hand zu lernen. Wir arbeiten
so seit 1980 – also lange bevor der Bildungsplan für
Grundschulen die Schulgartenarbeit vorsah. |
 |
 |
Jede Klasse betreut
ein Beet, einen Obstbaum (Apfel, Birne, Zwetschge, Mirabelle oder
Kirsche) und eine Beerensorte (Erd-, Heidel-, Brom-, Him-, Johannis-
oder Stachelbeeren).
Das weitere
Pflichtprogramm sieht so aus:
Klasse 1: Blumenzwiebeln vergraben im Herbst, Unterschiede kennen
lernen zwischen Gewächshaus- und Freilandanbau.
Klasse 2: Dreifelderwirtschaft
(Getreide-Hackfrüchte-Gründüngung)
Klasse 3: Einfache Formen der Mischkultur
Klasse 4: Betreuung der Kompostanlage und der Blumenbeete

|
|
 |
| Weitere
Themen hängen von der Interessenslage der Lehrkräfte
und der Schüler ab.
Die Ernteerträge werden vor
allem in der Schulküche zubereitet. So entstehen z.B.
Kartoffelsuppe, Kräuterquark, Kräutertees,
Kräuteressig und Kräuteröle,
Salatfrühstücke, Eintopf, Apfelmus, Apfelkuchen und
Früchtequark. Im Herbst wird Süßmost
gepresst und das Getreide wird geschrotet und verbacken.
|
 |
 |
| In freiwilligen Werkstunden entstehen
Nistkästen, Schwalbennester, Nisthilfen für Insekten,
Verstecke für Igel usw. |
 |
Im Deutschunterricht verfassen die Kinder Texte über
die Gartenaktivitäten, die zum Teil in der
Schülerzeitung veröffentlicht werden.
Zählen, Ausrechnen, Messen und Wiegen , Vergleiche anstellen
sind mathematische Elemente der Schulgartenarbeit. Die Fächer
Kunst, Musik und Religion lassen sich ebenso einbinden. Im Deutsch- und
Kunstunterricht kommt natürlich unsere Schuldruckerei zum
Einsatz. Das Drucken mit Naturmaterialien (Blätter,
Gräser) ist sehr beliebt.

|